Grenzen

Was ich nicht mache

Keine Zielgewichte, keine Verbotslisten, keine Diagnosen. Was das im Gespräch bedeutet.

Avocadobrot mit pochiertem Ei, Tomatenwürfeln und Schnittlauch, daneben ein Rucolasalat mit Paprikastreifen, dahinter eine Tasse schwarzer Kaffee.

Ich nenne keine Zielgewichte. Eine Zahl, die am Anfang genannt wird, ersetzt für den Rest der Zusammenarbeit jedes andere Kriterium — auch dann, wenn Schlaf, Verdauung und Kraft längst besser geworden sind. Wenn ein Gewicht medizinisch eine Rolle spielt, spricht die Ärztin darüber, nicht ich.

Ich gebe keine Verbotslisten aus. Sie funktionieren drei Wochen und hinterlassen danach ein schlechtes Gewissen, das mit Essen nichts mehr zu tun hat.

Ich stelle keine Diagnosen und behandle keine Krankheiten. Ernährungsberatung ist kein Heilberuf in diesem Sinne, und wo eine ärztliche Abklärung dazugehört, sage ich das im ersten Gespräch — nicht im fünften.

Und ich verspreche keine Heilung. Das ist nicht nur eine Haltung, das steht so im Heilmittelwerbegesetz. Wer Ihnen etwas anderes verspricht, verspricht etwas, das er nicht versprechen darf.

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